Schreiben als Hobby – Was tun, wenn es mehr werden soll?

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Sie schreiben schon lange und die Reaktionen von Freunden und Familie sind durchweg positiv – inklusive der sonst eher kritischen Zeitgenossen? Nun halten Sie ein fertiges Manuskript in den Händen und fragen sich, wie es ab jetzt weitergehen soll? Zunächst sollten Sie wirklich sicher sein, dass Ihr Manuskript so gelesen werden kann und auch die letzten Tippfehler und Unstimmigkeiten beseitigt wurden. Danach existieren verschiedene Optionen.

Verlag

Die meisten Verlage haben auf ihrem Online-Angebot auch einen „Manuskript einsenden“-Reiter. Dort steht, was der Verlag sich von einer Einsendung erwartet. Üblicherweise gehören dazu ein Lebenslauf mit vorangegangenen Veröffentlichungen, auch in Anthologien oder bei Wettbewerben, eine 10- bis 50-seitige Leseprobe und ein Exposé. Formvorlagen und Erläuterungen zu diesem finden sich auf vielen Internetseiten und in Ratgebern für Schriftsteller.

Tatsächlich Autor zu werden ist jedoch weniger einfach als gedacht. Denn Verlage bekommen jedes Jahr einige tausend bis zehntausend unangeforderte Einsendungen zugeschickt, von denen nicht einmal 0,1% am Ende tatsächlich veröffentlicht werden. Das hat natürlich mit der hohen Konkurrenz zu tun, aber auch mit der Selbsteinschätzung der Autoren und der Arbeitsweise von Verlagen. Wichtig ist an dieser Stelle zunächst zu prüfen, ob das eigene Manuskript ins Verlagsprogramm passt und dabei auch kleine Verlage nicht außer Acht zu lassen – hier können die Chancen oft besser liegen.

Sobald das Manuskript verschickt ist, heißt es warten, es sollten mindestens sechs Monate eingeplant werden. Grundsätzlich hilfreich sind zudem vorherige Veröffentlichungen oder Literaturpreise. Ganz wichtig ist jedoch: Ein seriöser Verlag verlangt zu keinem Zeitpunkt irgendeine Form von Geld als „Sicherheit“ oder Zuschuss von Ihnen.

Agentur

Literaturagenturen sind eine sinnvolle Alternative, wenn Sie einen professionellen Partner an der Seite haben wollen. Sie stellen eine Art Mittelsmann zwischen Autor und Verlag dar. Ist Ihr Manuskript vielversprechend, hilft eine Agentur noch vorhandene Fehler zu bereinigen und die passenden Verlage zu kontaktieren. Insbesondere große Verlage arbeiten häufig nahezu ausschließlich mit Agenturen zusammen. Für ihr Engagement bekommt die Agentur im Veröffentlichungsfall einen Anteil Ihres Gewinnes.

Selbstverlag

Eine letzte Möglichkeit besteht darin, im Selbstverlag zu veröffentlichen. Es kann verschiedene Gründe geben, diesen Weg zu wählen: Weil Sie keinen Verlag überzeugen konnten, weil Sie die Entwicklung Ihres Werks lieber vollständig in den eigenen Händen behalten wollen oder weil es sich um eine sehr spezielle, kleine Auflage handeln soll. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Sie behalten die vollständigen Rechte an dem Werk und können selbst über alle Details entscheiden, außerdem bleibt der größte Teil etwaiger Einnahmen bei Ihnen anstatt nur einiger Prozent.

Auf der anderen Seite ist das Veröffentlichen wesentlich arbeitsreicher als das Schreiben als Hobby. Sie müssen nicht nur sehr viele Entscheidungen treffen, sondern auch die Formatierung der Dokumente für den Publisher, wie Sie sich diese vorstellen, vornehmen, Sachkenntnisse erwerben und Geld investieren. Dieses ist vor allem für Marketing, eventuell ein Lektorat und ein Cover notwendig.

Die Preise für eBook-Cover hängen dabei von den eigenen Vorbereitungen und Wünschen ab. Letztendlich dürfen Sie nicht vergessen: Online veröffentlicht konkurrieren Sie mit 1,4 Millionen anderen Werken, Ihres darunter hervorzuheben, verlangt harte Arbeit und etwas Glück. Trotzdem sollten Sie die Flinte nicht zu schnell ins Korn werfen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Wie so viele andere Dinge benötigt der Erfolg als Autor vor allem Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit und Fleiß.

Alternative zur Selbstgestaltung am Beispiel www.ebook-cover-designer.de
Alternative zur Selbstgestaltung am Beispiel www.ebook-cover-designer.de

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