Ikebana als Hobby

Bei Ikebana handelt es sich um eine japanische Blumensteckkunst, die auch im Westen allmählich Bekanntheit erlangt und praktiziert wird. Ikebana gehört neben der Kalligraphie, Dichtung oder der Teezeremonie zu den wichtigsten Kunstformen in Japan. Praktiziert wurde die bereits im 6. Jahrhundert bekannte Kunst hauptsächlich von Adligen, Geishas oder Kurtisanen.

Genau genommen reichen die Anfänge bis in die Heian-Zeit (794-1192) als die Aristokratie ihre Bewunderung für die Natur zum Ausdruck bringen wollte. So wurden neben den Kriegskünsten der Samurai auch ästhetische Künste wie Ikebana gefeiert und von den Rittern praktiziert.

Beim Ikebana liegt der Fokus nicht bei den Blüten, sondern um das Gesamtbild. Die lineare Anordnung der Stängel, Blumen und einzelnen Blätter ergeben der Vase eine harmonische Einheit. Farben, Rhythmik und Komposition bestimmen das Kunstwerk. In einem Ikebana-Kunstwerk wird die Emotionen des Künstlers genauso verarbeitet und ausgedrückt wie sein Verhältnis zur Natur.

Man berücksichtigt drei Linien beim Aufbau eines Kunstwerks: shin (真), soe (副) und tai (体).

Die vielen unterschiedlichen Formen eines Ikebana-Kunstwerks wurden ständig erweitert und unter folgenden Arten zusammengefasst: Rikka, Chabana, Shoka, Nageire, Moribana, Jiyuka, Shoka shimputai, Rikka shimputai.

Die Chabana-Form wird etwa zur Teezeremonie arrangiert, um dem Gast die Natur näher zu bringen. Das Chabana-Ikebana besteht aus zwei Linien, von denen eine Linie zum Gast gerichtet ist, und die andere zum Gastgeber. Welche Blumen verwendet werden ist irrelevant, aber wenn die Farbe zum Kimono des Gasts passt, ist die Harmonie perfekt. Der Gast darf sich vorher daher gerne erkundigen!

Die bedeutendsten Ikebana-Schulen in Japan sind die Ikebano-Schule und die Ohara-Schule. An den traditionsreichen Institutionen werden den formalen Gestaltungsregeln große Wichtigkeit verliehen. Freiere Kreationen müssen dort noch den strengen Harmonie-Regeln weichen. Aber auch im Westen wird Ikebana als Hobby immer beliebter. Eine freiere Form von Ikebana kann man etwa an einer der bekannten Sogetsu-Schulen praktizieren.

Bekannte gegenwärtige Künstler sind etwa Makoto Azuma oder Jun’ichi Kakizaki. Ob als praktiziertes Hobby oder Schmuck für Ihre eigenen vier Wände, mit Ikebana fallen Sie auf!

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