Was Ameisen mit dem Hobby als Imker zu tun haben

Weder die Form der Insekten noch die Eigenschaften haben besonders viel gemein, wenn man eine Biene mit einer Ameise vergleicht. Sie stammen jedoch beide aus der Ordnung der Hautflügler und so ist doch in gewisser Weise eine Verbindung zu finden. Diese verstärkt sich vor allem für den Hobby-Imker, die mindestens einmal pro Jahr mit der Ameisensäure zu tun hat.

Die Varroamilbe ist eine Gefahr für das Imkerhandwerk

Der Grund für diese eigenartige und eher unerwartete Verbindung ist die sogenannte Varroamilbe. Dieses circa 1,1-1,6 mm große Tierchen ist ein Schädling, der sich auf Bienen und in ihren Brutmöglichkeiten niederlässt. Die Varroamilbe befällt die Brut in einem frühen Stadium und saugt einen Teil der Flüssigkeit aus. So können die Larven nicht ausreichend wachsen und sich für das Leben als Biene stärken. In der Folge sind sie deutlich schwächer und haben eine kürzere Lebenserwartung. Der Befall durch Varroamilben gehört zu den häufigsten Gründen für das Bienensterben in Deutschland während der Zeit im Herbst und Winter.

Zusätzlich zu dieser Art der Erkrankung, die direkt durch die Varroamilbe geschieht, werden Krankheiten übertragen. Fünf verschiedene Virenarten werden nachweislich durch die Varroamilbe übertragen. Sie verursachen eine Schwächung des Immunsystems der Bienen. In der Folge kommt es sowohl bei bereits ausgewachsenen Arbeitsbienen durch die Virenkrankheiten sowie beim Nachwuchs im Larven- und Drohnenstadium zu massiven Entwicklungsstörungen beziehungsweise absterben. Bleibt der Befall durch die Varroamilbe unerkannt, stirbt das gesamte Volk aus.

Ameisensäure vernichtet die Varroamilbe

Und hier kommen wir dann zur erweiterten Verbindung zwischen der Biene und der Ameise. Ein Befall durch Varroamilben lässt sich nachweislich mit Ameisensäure behandeln. Hierzu wird das Bienenvolk für einen Zeitraum von rund 24 Stunden im Bienenstock „eingesperrt“. Während dieser Zeit wird Ameisensäure im Bienenstock platziert, die das Absterben der Varroamilbe verursacht.

Konkret geschieht dies durch einen Zerstäuber, der die Ameisensäure mit der Luft vermengt. Der Zerstäuber sorgt 24 Stunden lang für die Verteilung der Ameisensäure. Die Bienen nehmen die Ameisensäure durch die Umgebungsluft beziehungsweise das zerstäubte Material auf. Die Milden sitzen für gewöhnlich auf der Biene selbst oder aber auf den Larven.

Speziell in älteren Bienenstöcken und Völkern, die schon länger als ein Jahr am gleichen Platz wohnen, ist eine Behandlung mit Ameisensäure anzuraten. So stellen Sie als Imker in Ihrem Hobby sicher, dass Ihre Völker nicht davon befallen sind und Schaden nehmen können. Bei Ihren Bienen verursacht die Ameisensäure übrigens keinerlei Nebenwirkungen. Und so können Sie diese getrost verwenden und verhindern das Aussterben Ihrer Bienenvölker.

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